Heinz Däpp startet am 9. September mit seinem sechsten

Satire-Programm:

 

Heil dir Helvetia

 

Eine Vorschau auf die eidgenössischen Wahlen 2019

 

 

Am 20. Oktober feiern wir wieder die Liturgie der Demokratie: eidgenössische Wahlen! Und da kann der bekannte Berner Polit-Satiriker Heinz Däpp nicht anders, als auch noch seinen Senf dazu zu geben. Genüsslich persifliert er, wie Parteien das Blaue vom Himmel herab versprechen, wie Kandidierende ihre Vortrefflichkeit preisen, wie die Wählenden dann die einen wählen, aber bald merken müssen, dass sie besser die andern gewählt hätten. Däpp, der Alt-Achtundsechziger, kommentiert aus linker Warte. Bürgerliche können über sich selber lachen, was erwiesenermassen befreiend wirkt. Aber auch den Linken und Grünen bleibt entlarvende Selbsterkenntnis nicht erspart. Und jene, die sich in der Mitte sonnen, müssen merken, dass es schwierig ist, den Pelz zu waschen, ohne ihn nass zu machen. Däpp verkehrt den Bierernst im Wahlkampf zur Lachnummer im Wahlzirkus. Seine Wahlen sind ein vergnügliches Korrektiv zu den Qualen der Parteistrategen.

 

 

 

Premiere am 9. September 2019 um 20 Uhr in der Cappella in Bern. Weitere Vorstellungen am 10. September um 20 Uhr und am 6.Oktober um 17 Uhr.

 

 

 


Vom Kuno Steinbrecher zur Mimi Sosoolalaa

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Vom Kuno Steinbrecher zur Mimi Sosoolala
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Di hüttige Telefon sy o nümm was aube

 

Dass ii aut wirde, merken i dadrann, dass i mit der moderne Technologie nümm so zschlaag chume. Chürzlech han i es nöis Telefon müesse haa, wiu i uf em aute ke Summton meh übercho ha. I bi de i so ne Swisscom-Shop, u dört het mi e junge Verchöifer beraate, eine vo dene mit Brillantinen i de Haar, Pubertätsbibeli uf dr Nasen u mene goudige Toteschädeli im einten Ohr.

Es syg nümm wi aube, het er gseit, nümm wi aube, wo’s numen afe Telefon ggää heig, wo me nüüt angers heig chönne dermit aus telefoniere. Mit de hüttige Telefon chönn men o no ässämmässle u rächnen u sech la wecke u Spiili mache, Tetris u Eile mit Weile u ds Elferraus, u mit em Telefonhörer chönn me o no d Schueu putze u ds Velo pumpen u ds Ross strigle, we men eis heig. Mi chönn dr Hörer aber o aus Stabmixer bruuche. Mi mües eifach wüsse wie, aber daderfür heig me d Gebruuchsaawysig.

We me zum Byspiu wöu telefoniere, was vilech o mau vorchömm, de mües me zersch d Taschten Enter/Menu drücken u itz chömi uf em Display d Menusymbou. We me scho wüss, wäm me wöu aalütte, de göng men itz uf ds Symbou Telefonbuech u suech d Nummere vo däm, wo men ihm wöu aalütte. De mües me wider Enter/Menu drücken u churz drufabe zwöimau im Abstang vo zwone Sekunde d Taschte Exit/ Stop. U we’s itz einisch pips mach, de sött’s eigetlech gah. We’s zwöimau pips mach, de heig men öppis fautsch gmacht u mües haut mit dr Taschte Flash/Back no mau vo voren aafa. Es chönnt sech auerdings o um ne technischi Störig handle, mi dörf nid vergässe, dass me’s da mit eme hochsensiblen elektronische Syschtem z tüe heig.

 

Bi dene nöie Telefon, het mer dä Verchöifer wyter erklärt, tschäderis nümm eifach so längwylig, da chönn me nen eigete Rueftontyp ysteue. Är heig Im Frühtau zu Berge ygsteut, wichtig syg, dass men öppis Yysteui, wo eim nid verleidi. Di nöie Telefon heige natürlech o ne Telefonbeantworter, u we men irgendwo i de Ferie syg, de chönn men ablose, was eim deheimen uf e Beantworter gseit worde syg. Es chönn de auerdings sy, dass numen es Grüüsch chömm, wi wen öpper würd gurgle. De heig’s äuä wäg em Luftwiderstand d Fernzuegriffsnummeren usetätscht. Z Südfrankrych passier das hüüfig bi starchem Mistral. 

E Vorteil vo dene nöie Telefon syg de oo, het mir dr Verchöifer wyter gseit, dass aus gspycheret wärd. De chönn me aus wider nacheluege, wo me vergässe heig. Mi chönn aber o aus wider lösche. Zu däm Zwäck mües me ds Telefon zwöi-, drümau chreftig a Bode pänggle. Schliesslech het mi dä Verchöifer no gfragt, öb i Fischer syg. Wen i’s wär, chönn i das Telefon nämlech o no aus Wurmbüchse bruuche. U uf der Wurmbüchse heig i ersch no zwöi Jahr Garantie.

 

Choschtprob us em Buech "Es isch nümm wi aube", in der 2. Auflage jetzt mit CD, Fr. 39.–